10.10.2011

Ein Heilpflanzengarten für Bad Schwalbach

Gegenüber der alten Gärtnerei im Stahlbrunnental in der Nähe des Wohnmobilstellplatzes ist ein neuer Heilkräutergarten entstanden.

Bürgermeister Martin Hußmann beglückwünscht den Kneipp-Verein Bad Schwalbach und die Staatsbad Bad Schwalbach GmbH zu dem gelungenen Gemeinschaftsprojekt. Der Heilkräutergarten, meint Hußmann, stehe Bad Schwalbach als Bewerberstadt für die Landesgartenschau ebenso gut zu Gesicht wie auch dem Bemühen um den Titel „Kneipp-Kurort“. Der Kneipp-Verein sieht sich mit dem Heilkräutergarten darüber hinaus Pfarrer Kneipps Lehre verbunden. Vereinsvorsitzender Andreas Ott merkt an, dass Pfarrer Sebastian Kneipp schon vor über 100 Jahren die Heilkraft der Pflanzen in sein Konzept der gesunden Lebensweise einbezogen hat. Sie sei ein wichtiges Element der Kneipp-Lehre und in der Wirksamkeit immer wieder bestätigt. Deshalb habe der Kneipp-Verein die Idee schon lange verfolgt.

Der Heilkräutergarten nimmt eine Fläche von 200 Quadratmetern ein und ist in zehn Beete verschiedener Größe gegliedert. Über 150 Heilkräuter wurden angepflanzt und in verschiedene Segmente nach Diagnosengruppen aufgeteilt, z. B. Herz-Kreislauf, Psyche, Magen-Darm usw.. Die Planung des Heilkräutergartens leistete Anne Meermaier, Kursleiterin des Kneipp-Vereins, die Ausführung die Fa. Gartenkultur Hummel, Oelsberg.
Zuletzt wird noch die Beschilderung der Heilkräuter angebracht. Diese weist als Besonderheit die Beschriftung in Blindenschrift (Brailleschrift) auf.
Die Kosten für das Anlegen des Heilpflanzengartens teilen sich das Staatsbad Bad Schwalbach und der Kneipp-Verein, der auch die Pflege und Gestaltung der Anlage für die nächsten drei Jahre zusichert.

Künftig soll der Heilkräutergarten ein Anlaufpunkt für die individuelle oder auch organisierte Information, z.B. bei Gästeführungen, sein. Er wird als Lehrgarten gut geeignet sein für Schulen, Vereine und interessierte Gruppen. Daneben stellt er ein Element im Gesamtkonzept für Bad Schwalbach als künftigen Kneipp-Kurort dar.

Weitere Informationen in der Meldung des Aar-Boten vom 08.10.2011.

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